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mid Oschersleben - Im ADAC TCR Germany ist 2019 ein ganz besonderer Hyundai i30 N TCR am Start. Das spezielle Design für dieses VIP-Fahrzeug wurde in Kooperation mit der Hochschule Pforzheim entworfen. Hyundai
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Ein rollendes Kunstwerk im Rennsport

Hyundai hat ein außergewöhnliches Projekt gestartet, das sich dem Thema 'Auto und Kunst' widmet. Herausgekommen ist ein Fahrzeug, das es so kein zweites Mal gibt. In Zusammenarbeit mit dem Team Engstler bringt Hyundai Motor Deutschland in der ADAC TCR Germany 2019 einen dritten i30 N TCR zum Einsatz - ein Kunstwerk auf Rädern.


Ein gelungenes Auto-Design ist wie ein Kunstwerk. Mit der gezielten Formensprache sollen die Blicke auf das Fahrzeug gelenkt werden. Das ist verständlich. Denn beim Autokauf werden potenzielle Kunden wie im richtigen Leben zunächst vom äußeren Erscheinungsbild angesprochen. Gefällt das Aussehen, kommen sich alle näher: das Auto, der Händler, der Kunde. Und am Ende des Tages steht dann der Kaufvertrag.

Wie aber macht man ein gutes Design? Anschauungsunterricht gibt in dieser Frage oft der Motorsport. Und das auf spektakuläre Weise. BMW stellt in den USA immer wieder ein "Art Car", also ein "Kunst-Auto", auf die Räder. So entsteht Jahr für Jahr ein neues Kunstwerk. Damit lassen sich natürlich auch einzigartige Werbe-Spots drehen.

Doch warum nach Amerika blicken, wenn auch hierzulande spektakulärer Rennsport geboten wird? Das dachten sich offenbar die Hyundai-Strategen und starteten ein außergewöhnliches Projekt, das sich dem Thema "Auto und Kunst" widmet. Herausgekommen ist ein Fahrzeug, das es so kein zweites Mal gibt. In Zusammenarbeit mit dem Team Engstler bringt Hyundai Motor Deutschland in der ADAC TCR Germany 2019 einen dritten i30 N TCR zum Einsatz.

Dieses rollende Kunstwerk wird in der Saison 2019 bei den sieben Rennen der Serie von VIP-Gästen gesteuert. Prominente Gaststarter sind unter anderem der ehemalige Tourenwagen-Weltmeister Gabriele Tarquini (Italien) und der Belgier Thierry Neuville, aktuell Spitzenreiter der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Der VIP-Hyundai ist außer Konkurrenz am Start, seine Fahrer können keine Punkte sammeln. Das ist beim Anblick dieses Autos auch gar nicht so wichtig. Es geht ja um das Design und die Idee dahinter - und die ist recht pfiffig.

"Wir freuen uns, dass wir dieses spannende Projekt in der ADAC TCR Germany realisieren können. Ich bin mir sicher, dass der VIP-Hyundai i30 N TCR für viel Aufsehen sorgen wird", sagt Till Wartenberg, Direktor Marketing und Presse bei Hyundai Motor Deutschland. Die Starts des VIP-Autos in der ADAC TCR Germany seien eine tolle Möglichkeit, die Marke Hyundai noch weiter zu emotionalisieren.

Doch wie kam es zu diesem Projekt? Das spezielle Design für den Hyundai i30 N TCR wurde in Kooperation mit der Hochschule Pforzheim entworfen, teilt der Autohersteller mit. Elf Studenten der Fakultät für Gestaltung entwarfen im Rahmen einer Projektarbeit Design-Vorschläge für den optischen Auftritt des Tourenwagens.

Aus den besten drei von einer Jury ausgewählten Entwürfen wurde in einer Online-Abstimmung von den Lesern der Auto Bild motorsport und über die Social-Media-Kanäle von Hyundai Motor Deutschland der Design-Entwurf von Arvid Esser (22) zum Sieger gekürt. Der gebürtige Berliner ist Motorsport-Fan und machte nach dem Abitur zunächst eine Ausbildung zum technischen Modellbauer in Fachrichtung Karosserie und Produktion. Danach nahm er das Studium "Transportation Design" an der Fachhochschule Pforzheim auf.

Und so ist der junge Künstler bei seiner Arbeit vorgegangen: Bei seinem Entwurf hat Esser das für Hyundai Motorsport typische Performance Blue als Grundfarbe gewählt. Auch das N-Logo wurde aufgegriffen. Der Entwurf soll dem Fahrer auch dabei helfen, im Renngeschehen ganz nach vorne zu fahren, sagt Esser. "Die hellblaue Front mit dem signalroten Kontrast wirkt für vorausfahrende Fahrzeuge sehr kräftig. Bewegt sich ein Fahrzeug hinter dem Hyundai i 30 N TCR, wirkt dieser durch das dunkelgraue Heck unauffällig und wird so schwer zu attackieren sein." Ganz schön clever. Mal sehen, was die Rivalen der Rennbahn dazu sagen.

Ralf Loweg / mid

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