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mid Groß-Gerau - Autonom fahrende Autos könnten in Zukunft vor allem Ältere bewegen. Renault zeigt auf dem Genfer Autosalon die Robo-Taxi-Studie EZ-GO, die ein entsprechendes Transportmittel sein könnte. Renault

Studie: Autonome Autos machen Senioren mobil

Ältere Menschen scheuen sich davor, neue Technologien zu nutzen. Smartphones, Tablets, Sprachassistenten wie Alexa & Co sind Helfer, die überwiegend Jüngere begeistern, so die landläufige Meinung. Ausgerechnet autonome Autos sollen ältere Mitbürger mobil machen.


Ältere Menschen scheuen sich davor, neue Technologien zu nutzen. Smartphones, Tablets, Sprachassistenten wie Alexa & Co sind Helfer, die überwiegend Jüngere begeistern, so die landläufige Meinung. Ausgerechnet autonome Autos sollen ältere Mitbürger mobil machen.

Selbstfahrende Autos werden sich auch dadurch etablieren, weil ältere Menschen im ländlichen Raum dieses Verkehrsmittel nutzen werden. Das prognostiziert das Beratungsunternehmen Roland Berger. "Bisher wird vor allem über autonome Fahrzeuge in Städten und auf Autobahnen diskutiert", sagt Wolfgang Bernhart, Partner von Roland Berger. "Dabei bietet sich der ländliche Raum mit seinen einfacheren Verkehrssituationen viel eher als Testfeld und erstes Einsatzgebiet für fahrerlose Mobilitätsangebote an." Die Mobilitätsexperten bei Roland Berger erwarten, dass beispielsweise fahrerlose Busse entsprechenden Zuspruch bei älteren Menschen finden werden. Autonom fahrende Fahrzeuge für die so genannte "letzte Meile" könnten Senioren helfen, am sozialen Leben weiter teilzunehmen.

Mehr als ein Fünftel der Deutschen, die im ländlichen Raum leben, sind älter als 65 Jahre, viele sind auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Mit entsprechenden passgenauen Geschäftsmodellen könne sich die autonome Mobilität etablieren, beispielsweise dann, wenn Kunden ein Fahrzeug jederzeit ordern könnten, um sich zur Anschlussstelle von Bus oder Bahn fahren zu lassen. "Für diesen Service mit deutlichem Komfortgewinn für die Kunden kann der Betreiber höhere Preise verlangen", sagt Bernhart. "Daraus ergibt sich ein profitables Geschäftsmodell mit rund 16 Prozent Gewinn."

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