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mid Groß-Gerau - thyssenkrupp hat rund 100 Millionen Euro in ein weiteres Zulieferwerk für die Automobilindustrie in Ungarn investiert. Ein weiteres Werk für Federn und Stabilisatoren soll folgen. thyssenkrupp

thyssenkrupp: Auf Wachstumskurs in Osteuropa

In neun von zehn Pkw der Premiumklasse sind Komponenten aus dem Hause thyssenkrupp verbaut. Da wundert es nicht, dass genau dieser Bereich auch weiterhin ausgebaut wird. thyssenkrupp hat rund 100 Millionen Euro in ein weiteres Zulieferwerk für die Automobilindustrie in Ungarn investiert.


In neun von zehn Pkw der Premiumklasse sind Komponenten aus dem Hause thyssenkrupp verbaut. In jedem dritten Lkw befinden sich Antriebskomponenten des Unternehmens. Der Umsatz, den thyssenkrupp im Geschäftsjahr 2016/2017 im Automobilsektor erzielt hat, liegt bei rund 11,2 Milliarden Euro. Zu den Kunden zählen nahezu alle großen Automobilhersteller. Da wundert es nicht, dass genau dieser Bereich auch weiterhin ausgebaut wird. Um genau zu sein: thyssenkrupp hat rund 100 Millionen Euro in ein weiteres Zulieferwerk für die Automobilindustrie in Ungarn investiert. Dort werden von nun an elektrisch unterstützte Lenkungen und Ventiltriebsysteme für deutsche und internationale Autobauer hergestellt. Mit dem Hochlauf der Produktion werden in den kommenden Monaten am Standort bis zu 500 neue Arbeitsplätze entstehen.

"Ungarn hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Akteur in der europäischen Automobilindustrie entwickelt. Allein im letzten Jahr sind dort rund 480.000 Pkw vom Band gerollt. Unsere Kunden investieren weiter in neue Werke und auch wir setzen unseren profitablen Wachstumskurs in Ungarn fort. Dabei konzentrieren wir uns auf Hightech-Produkte wie elektrische Lenksysteme und Komponenten für hocheffiziente Verbrennungs- und E-Motoren", erläutert Karsten Kroos, CEO der Komponenten Zuliefersparte von thyssenkrupp. Ein weiteres Werk für Federn und Stabilisatoren ist derzeit in Ungarn im Bau und soll noch in diesem Jahr die Serienproduktion aufnehmen. Gewonnene Kundenaufträge machen den Ausbau der Produktionskapazitäten in Ungarn notwendig. thyssenkrupp setzt damit seine profitable Wachstumsstrategie im Komponentengeschäft weiter fort. Die Sparte konnte im vergangenen Geschäftsjahr ihren Auftragseingang um 14 Prozent steigern. Mit dem neuen Werk in Jaszfenyszaru lokalisiert thyssenkrupp zum ersten Mal in Europa zwei unterschiedliche Produkttechnologien an einem Standort. Durch die Bündelung der Aktivitäten können Effizienz- und Kostenvorteile gehoben werden. In China und Nordamerika hat thyssenkrupp solche Doppelstandorte in den letzten Jahren bereits erfolgreich eingeführt.

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