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mid Groß-Gerau - Schick, modern und mit den neuesten Sicherheits- und Fahrerassistenzsystemen ausgestattet rollt die neue Mercedes-Benz A-Klasse auf den Markt. Daimler
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Mercedes-Benz: Mit der A-Klasse um die Welt

Was war das für ein Aufschrei, als die neue A-Klasse aus dem Hause Mercedes-Benz vor rund fünf Jahren ihren Vorgänger ablöste. Selten zuvor fiel ein Modellwechsel so radikal aus: lang und flach statt kurz und hoch. Vieles ist über die neue A-Klasse bekannt, doch eines nur sehr rudimentär: Wo entsteht so eine A-Klasse eigentlich?


Was war das für ein Aufschrei, als die neue A-Klasse aus dem Hause Mercedes-Benz vor rund fünf Jahren ihren Vorgänger ablöste. Selten zuvor fiel ein Modellwechsel so radikal aus: lang und flach statt kurz und hoch. Vom sachlichen Raumwunder zum sportlichen Designerauto. Kein Wunder also, dass die Erwartungen an den Nachfolger, der jüngst seine Weltpremiere feierte, groß waren - und sie wurden erfüllt. Schick, modern und mit den neuesten Sicherheits- und Fahrerassistenzsystemen ausgestattet rollt er auf den Markt. Vieles ist über die neue A-Klasse bekannt, doch eines nur sehr rudimentär: Wo entsteht so eine A-Klasse eigentlich?

"Unter anderem in Rastatt", lautet die Antwort. Denn im globalen Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Cars ist Rastatt das Lead-Werk für die Kompaktwagen. Rastatt steuert im Kompaktwagen-Produktionsverbund die Fertigung im ungarischen Werk Kecskemét, bei Beijing Benz Automotive Co. (BBAC) in China sowie beim finnischen Produktionspartner Valmet Automotive in Uusikaupunki. Seit 2011 wurden rund drei Millionen Modelle der dritten Generation der Kompaktwagenmodelle (A-, B-Klasse, CLA, CLA Shooting Brake und GLA) produziert. Im vergangenen Jahr feierte das Werk Rastatt sein 25-jähriges Bestehen. Aktuell verlassen an diesem Standort der kompakte SUV GLA, die B- und die A-Klasse die Werkshallen - und seit diesem Jahr eben auch ihr Nachfolgemodell.

Doch damit nicht genug. Kurz nach dem Produktionsstart im Werk Rastatt beginnt die Produktion der neuen Mercedes-Benz Kompaktwagenfamilie in fünf Werken auf drei Kontinenten - in Werken in Ungarn, Finnland und China. In naher Zukunft wird das weltweite Kompaktwagen-Produktionsnetzwerk um ein Joint Venture-Produktionswerk COMPAS (Cooperation Manufacturing Plant Aguascalientes) in Aguascalientes in Zentralmexiko erweitert. COMPAS ist ein Projekt der Kooperation mit der Renault-Nissan Allianz. Die ersten Mercedes Benz Fahrzeuge der neuen Kompaktwagenfamilie werden im Jahr 2018 vom Band laufen. Und damit in jedem der Werke derselbe, sehr hohe Qualitätsstandart gewährleistet werden kann, wurde im vergangenen Jahr in Rastatt ein neues Trainings-Center für die Beschäftigten der Kompaktwagenwerke weltweit errichtet.

Das Besondere an diesem Kompaktfahrzeug-Produktionsnetzwerk ist jedoch nicht nur ihr bloßes Vorhandensein, sondern ihre tatsächliche Vernetzung. Mit Hilfe der Software "Integra" kann beispielsweise das Werk Rastatt weltweit auf die Daten aus allen anderen Standorten des Produktionsverbundes zugreifen und - falls nötig - sich auf Anlagen und Roboter aus der Ferne aufschalten, Programme aufspielen und vor Inbetriebnahme testen. So wird Stillstand von Anlagen vermieden und Verbesserungen können für alle Werke übernommen werden.

Und wenn sich schon die Fahrzeuge von Mercedes-Benz teilautonom durch den Straßenverkehr schlängeln können, wundert es nicht, dass in den Werken Rastatt und Kecskemét so genannte "Fahrerlose Transportfahrzeuge" unterwegs sind. Unzählige Gitterkörbe, Regale und Ladungsträger voll mit Material auf Montagebändern gehören somit der Vergangenheit an. Denn diese fahrerlosen Transportfahrzeuge (kurz FTF) fahren nicht nur vollkommen selbstständig, sondern beliefern die Mitarbeiter am Band mit vorbereiteten Warenkörben aus den Logistik- und Kommissionierzonen und dies zur richtigen Zeit, in der richtigen Menge und an die richtige Stelle. Dadurch lassen sich erhebliche Einsparungen bei der benötigten Materialfläche am Band erzielen, die Arbeitsplätze an der Montagelinie sind noch ergonomischer gestaltet, es herrscht deutlich weniger Staplerverkehr und die Lärmemissionen sind spürbar reduziert. An dieser Stelle wird eines ganz deutlich: Technischer Fortschritt in der Produktion eines Erfolgsautos wie der A-Klasse kommt nicht nur dem Kunden selbst, sondern auch den zahlreichen Produktionsmitarbeitern zugute. Denn nur wer ruhig und besonnen arbeiten kann, ist auch in der Lage konstant auf solch einem hohen Niveau seine Leistung zu erbringen. Den Mercedes-Fahrer freut es - und die Umwelt auch.

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