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mid Groß-Gerau - Caravaning war 2020 der Urlaubstrend in Deutschland. Pixabay.com

Caravaning-Branche bejubelt starkes Corona-Jahr

Die Wirtschaft ist durch die Corona-Krise angeschlagen, doch es gibt auch Branchen, die profitieren. So hat die Caravaning-Industrie ein überaus positives Fazit gezogen: Caravaning war 2020 der Urlaubstrend in Deutschland.


Die Wirtschaft ist durch die Corona-Krise angeschlagen, doch es gibt auch Branchen, die profitieren. So hat die Caravaning-Industrie ein überaus positives Fazit gezogen: Caravaning war 2020 der Urlaubstrend in Deutschland. So wurden in den vergangenen zwölf Monaten 107.203 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen. Das entspricht einem herausragenden Plus von 32,6 Prozent im Vergleich zu 2019. 2020 ist bereits das vierte Rekordjahr und das siebte Wachstumsjahr in Folge für die Caravaning-Branche in Deutschland.

Sie erwirtschaftete im vergangenen Jahr zudem einen Umsatz von 12,5 Milliarden Euro - ebenfalls ein neuer Bestwert. Das entspricht einem ordentlichen Umsatzplus von 6,3 Prozent. Die Branche fuhr damit bereits das siebte Jahr in Folge ein neues Rekordergebnis ein. In dieser Zeit hat sich der Umsatz mehr als verdoppelt.

Der Verkauf von Neufahrzeugen brachte der Branche dabei den größten Umsatz ein. Mit 6,5 Milliarden Euro entwickelten sich die Erlöse um 1,5 Prozent leicht rückläufig gegenüber dem Bestwert aus 2019. Der Grund hierfür ist, dass die Corona-Pandemie das Produktionsniveau sinken ließ. Denn das Coronavirus ließ im vergangenen Frühjahr die Lieferketten stocken und zur Pandemiebekämpfung mussten einige Werke temporär schließen. Das führte dazu, dass die Zahl hierzulande gefertigter Freizeitfahrzeuge um 6,9 Prozent sank. Insgesamt liefen im vergangenen Jahr trotzdem noch 115.844 Fabrikate von den Bändern deutscher Freizeitfahrzeughersteller.

Der Umsatz im Ausland ging um 6,2 Prozent zurück auf 2,5 Milliarden Euro. Mit dem Verkauf neuer Reisemobile setzte die Branche insgesamt 5,6 Milliarden Euro um und übertraf damit leicht das Rekordniveau aus dem Vorjahr (plus 0,3 Prozent). Der Erlös aus dem Absatz neuer Caravans betrug 900 Millionen Euro - ein Minus von 11,3 Prozent.

Der Ausblick auf die kommenden Monate ist positiv, wie eine Befragung der Mitglieder des Caravaning Industrie Verbandes (CIVD) ergab. Die große Mehrheit der Fahrzeughersteller rechnet 2021 mit einer weiter steigenden Binnennachfrage - obwohl gerade erst im vergangenen Jahr ein neuer Rekord erreicht wurde. Bei Caravans erwarten ausnahmslos alle Hersteller eine Steigerung des Absatzes, bei den Reisemobilen sind es "nur" 87 Prozent. Die restlichen 13 Prozent gehen von einem Ergebnis auf dem Niveau des Rekordvorjahres aus, einen Rückgang erwartet kein Hersteller.

"Caravaning steht für vielfältige und selbstbestimmte Urlaubsgestaltung und ist daher für immer mehr Menschen attraktiv", sagt CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso. "Das gilt umso mehr unter den aktuellen Bedingungen. Die Pandemie hat grundsätzliche und langfristige Entwicklungen im Tourismus wie Nachhaltigkeit, regionales und individuelles Reisen oder den Trend zurück in die Natur beschleunigt. Wegen der besonderen Eignung von Caravaning für diese Kundenbedürfnisse und die aktuelle Situation dürfte sich das Wachstum der Neuzulassungen 2021 fortsetzen", so Onggowinarso.

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