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mid Groß-Gerau - Ein paar 100 Euro pro Jahr Ersparnis sind bei einem Wechsel der Auto-Versicherung durchaus drin. ElisaRiva / pixabay.com

Sparen bei der Kfz-Versicherung

Der Wechsel einer Auto-Versicherung kann den Geldbeutel schonen. Bereits ein Blick in den Vertrag könnte Sparfüchsen die Augen öffnen.


Der Wechsel einer Auto-Versicherung kann den Geldbeutel schonen. Bereits ein Blick in den Vertrag könnte Sparfüchsen die Augen öffnen. Für 6,5 Millionen Autofahrer wird die Kfz-Versicherung 2020 allein deshalb teurer, weil ihr Auto in eine andere Typklasse eingestuft wird.

Der gemeinnützige Verbraucher-Ratgeber "Finanztip" hat in einer aktuellen Studie untersucht, wie Verbraucher zu einer guten und günstigen Autoversicherung kommen. Dabei haben sich die Experten erstmals auch die neuen Pay-as-you-drive-Tarife angeschaut.

"Verbraucher sollten sich genau überlegen, wie sie ihr Auto nutzen", erklärt Kathrin Gotthold, Redakteurin für Versicherungen bei Finanztip. "Wenn etwa das eigene Kind mit 18 den Führerschein macht und es dann sofort Fahrpraxis über das elterliche Auto erlangen soll, verdoppelt sich der Preis für die Versicherung nahezu." Auch die jährlichen gefahrenen Kilometer schlagen deutlich im Preis zu Buche: "Wer statt 20.000 Kilometer nur noch 15.000 im Jahr fährt, zahlt im Schnitt zwölf Prozent weniger.

Noch mehr sparen können Autofahrer, wenn sie ihre Kfz-Versicherung wechseln. "In einem unserer Profile spart ein 46-jähriger VW-Golf-Fahrer durch einen Wechsel von einem großen Versicherer in einen günstigeren, vergleichbaren Tarif mehr als 200 Euro im Jahr", berichtet Gotthold. Wichtig beim Wechsel sei es, richtig zu vergleichen. "In unserer Untersuchung bietet kein Portal oder Anbieter den besten Preis für jeden." Die Expertin empfiehlt deshalb zu kombinieren: entweder Verivox und Check24 oder eines der beiden Portale und den großen Direktversicherer Huk24, der nicht auf den Portalen vertreten ist.

Relativ neu sind Pay-as-you-drive-Tarife. "Autofahrer bezahlen bei Pay-as-you-drive ihre Versicherungssumme abhängig davon, wie viele Kilometer sie tatsächlich auch gefahren sind", erklärt Gotthold. Dafür werden die gefahren Strecken vom Versicherer überwacht. Das kann sich lohnen, wenn nur sehr wenig gefahren wird. "In unserer Untersuchung waren einige Tarife bei 2.000 gefahrenen Jahreskilometern teilweise deutlich günstiger als herkömmliche Tarife", sagt Gotthold. "Bei 5.000 Kilometern war der Preisvorteil aber meist schon dahin."

Um Pay-as-you-drive zu nutzen, benötigt das Auto einen OBD2-Anschluss, der seit 2004 in allen Neuwagen eingebaut ist.

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