img
mid Groß-Gerau - Mit der dunklen Jahreszeit steigt auch die Gefahr des Wildwechsels. hansbenn / Pixabay

So verhalten Sie sich bei einem Wildunfall richtig

Mit der dunklen Jahreszeit steigt auch die Gefahr des Wildwechsels. In diesem Jahr ist die Gefahr sogar noch größer, dass es zu einem Aufeinandertreffen mit Tieren auf der Fahrbahn kommt. Denn nach dem heißen Sommer tragen die Eichen, die häufig am Rand von Straßen wachsen, übermäßig viele Früchte. Was davon herunterfällt, lockt viele Wildtiere direkt auf die Fahrbahn. Das Unfallrisiko steigt. Doch was soll man tun, wenn es dann doch knallt?


Mit der dunklen Jahreszeit steigt auch die Gefahr des Wildwechsels. In diesem Jahr ist die Gefahr sogar noch größer, dass es zu einem Aufeinandertreffen mit Tieren auf der Fahrbahn kommt. Denn nach dem heißen Sommer tragen die Eichen, die häufig am Rand von Straßen wachsen, übermäßig viele Früchte. Was davon herunterfällt, lockt viele Wildtiere direkt auf die Fahrbahn. Das Unfallrisiko steigt. Doch was soll man tun, wenn es dann doch knallt? "Auf keinen Fall die Nerven verlieren. Für Autofahrer ist es oft überlebenswichtig, sich bei einem Wildunfall richtig zu verhalten", rät Wildtierexperte Dr. Andreas Kinser von der Deutschen Wildtier Stiftung.

Auch die Zeitumstellung bringt ein weiteres Risiko mit sich. Am 28. Oktober wird die Uhr auf die Winterzeit zurückgestellt. Wildexperten schätzen, dass es in der dunklen Jahreszeit alle 2,5 Minuten zu einer Blech-Wild-Kollision kommt. Denn dann fällt der Berufsverkehr mit der Dämmerung und damit den besonders aktiven Phasen des Wildes zusammen. Erster Rat: Den Unfallort nicht verlassen. Wer nach einem Zusammenstoß mit einem Wildtier einfach weiterfährt, verstößt gegebenenfalls gegen das Tierschutzgesetz und schadet sich mit der "Fahrerflucht" unter Umständen selbst, so die Experten. Denn für die Versicherung bei Schäden am Fahrzeug ist die Unfallbescheinigung der Polizei notwendig. "Ganz abgesehen davon, müssen Sie bei einem Wildunfall davon ausgehen, dass das Wildtier verletzt ist und Qualen leidet", so Kinser. Häufig stehen die Wildtiere unmittelbar nach einem Zusammenprall wieder auf und flüchten in den Wald; sie stehen meist unter Schock und brechen kurze Zeit später zusammen, wo sie unter Schmerzen verenden. Auch bei einem Wildtier ist "unterlassene Hilfeleistung" strafbar und kann bis zu 50.000 Euro Bußgeld kosten.

Was Sie in jedem Fall nicht tun sollten: "Gehen Sie auf gar keinen Fall zu dem verletzten und noch lebenden Wildtier", sagt Kinser. "Wenn Wildtiere einem Menschen wehrlos gegenüber stehen, bedeutet das für sie qualvolle Todesangst." Tote Tiere dürfen Sie auch nicht im Kofferraum mit nach Hause nehmen, denn dies wäre der Tatbestand der Wilderei und kann mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren belangt werden. Hinzu kommt: Es ist schon häufig vorgekommen, dass ein angefahrenes Tier nach dem Schock des Zusammenpralls im Kofferraum wieder erwacht ist.

STARTSEITE