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mid Groß-Gerau - Wenn es Zweifel am Akku-Zustand gibt, muss ein Profi die Zahl der Ladezyklen auslesen. Greenstorm Mobility

Checkliste für Gebraucht-Pedelecs

Wer statt des nagelneuen E-Bikes ein gebrauchtes Pedelec kauft, kann eine Menge Geld sparen. Doch wie stellt man sicher, ob das Second-Hand-Gefährt auch wirklich in Ordnung ist? Die Spezialisten von Greenstorm haben zusammengefasst, worauf es beim E-Bike-Gebrauchtkauf ankommt.


Wer statt des nagelneuen E-Bikes ein gebrauchtes Pedelec kauft, kann eine Menge Geld sparen. Doch wie stellt man sicher, ob das Second-Hand-Gefährt auch wirklich in Ordnung ist? Die Spezialisten von Greenstorm haben zusammengefasst, worauf es beim E-Bike-Gebrauchtkauf ankommt.

"Für ein qualitativ hochwertiges, neues Pedelec kann man bis zu 5.000 Euro ausgeben", sagt Greenstorm-Chef und E-Bike-Experte Philipp Zimmermann. Dabei seien auch Räder aus zweiter Hand gerade angesichts des schnellen Modellwechsels oft noch langjährige treue Begleiter. Er rät bei Gebraucht-Angeboten dazu, zunächst einen genauen Blick auf den Akku zu werfen. "Anhand der Ladezyklen ist es möglich, die Laufleistung des E-Bikes oder Pedelecs zu analysieren. 500 bis 1.000 Zyklen sollte jeder hochwertige Akku meistern", so Zimmermann. Im Zweifelsfall sollte der Käufer den Akku beim Fachhändler überprüfen lassen.

Grundsätzlich muss der Akku auch optisch in einem einwandfreien Zustand sein. Der Rahmen des Bikes sollte keine Risse aufweisen. Dellen können auf einen möglichen Unfall hinweisen. "Bei Neukauf gibt es ein Serviceheft wie beim Auto", erklärt der Fachmann. Wurden die Serviceintervalle eingehalten, könne der Käufer grundsätzlich sicher sein, dass Verschleißteile wie Bremsbeläge, Reifen, Kette und Schaltung bei Bedarf erneuert wurden. Ist kein Serviceheft vorhanden, muss der Käufer selbst den Zustand der Verschleißteile überprüfen.

Das Wichtigste ist jedoch, das E-Bike oder Pedelec Probe zu fahren und sich dabei Zeit zu nehmen. "Dabei genau lauschen. Klappert irgendwas? Wenn ja, kann man das Problem orten? Was würde eine mögliche Reparatur kosten?", rät Zimmermann. Und der potenzielle Neubesitzer sollte zusätzlich prüfen, ob sich die Sattelstütze problemlos ein- und ausfahren lässt und ob der Lenker gerade steht.

Klar sein müssen sich Käufer darüber, dass bei Privatverkäufen keine gesetzliche Gewährleistung gilt. Wenn ein gewerblicher Händler das gebrauchte E-Bike oder Pedelec verkauft, muss er eine einjährige Gewährleistung anbieten.

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