img
mid Groß-Gerau - Auto-Designer bekommen besseren Durchblick dank 3D-Brille und virtueller Darstellung von Realität. Seat

3D-Brille verhilft Designern zum Realismus

Manchmal geht mit Designern die Fantasie durch. Was auf dem Papier wie ein großer Wurf aussieht, erweist sich in der Praxis als nicht realisierbar. 3D-Brillen können hier Abhilfe schaffen.


Manchmal geht mit Designern die Fantasie durch. Was auf dem Papier wie ein großer Wurf aussieht, erweist sich in der Praxis als nicht realisierbar. 3D-Brillen können hier Abhilfe schaffen. Virtuelle Realität spielt nämlich in jeder Entwicklungsphase eine wichtige Rolle.

Beispielsweise hat Seat bei der Gestaltung des neuen Ibiza 95.000 Simulationen durchgeführt, doppelt so viele wie bei der Vorgängergeneration. Neben anderen Tests werden virtuell Kollisionen nachgestellt, damit zukünftige Autos sicherer denn je sind. Während der rund dreieinhalb Jahre dauernden Entwicklungszeit, die für ein Fahrzeug benötigt wird, werden bis zu drei Millionen Elemente anhand von Simulationen analysiert. 30 Jahre zuvor war diese Zahl auf nur 5.000 Elemente beschränkt.

Mit Full-HD-Brillen kann man in ein Fahrgefühl eintauchen, das dem der künftigen Kunden ähnelt. Auch wenn das Anfangsdesign eines neuen Fahrzeugs immer mit Stift und Papier beginnt, kommt schon bald die 3D-Technologie ins Spiel. Mit ihrer Hilfe können Designer nicht nur rein kreative Aspekte bewerten, sondern auch andere, eher funktionale Faktoren. Dadurch wird laut Seat sichergestellt, dass 90 Prozent der Erstentwürfe realisierbar sind.

Das kann auch Vorteile für die Fertigung haben: Beispielsweise imitieren und analysieren die Techniker im Zentrum für Prototypentwicklung mithilfe von 3D-Brillen und einiger Bedienelemente die von den Arbeitern an der Montagelinie ausgeführten Bewegungen, um ihre Arbeitszeit zu optimieren und die Ergonomie ihrer Arbeitsplätze zu verbessern.

Auch für den Kunden gibt es mehr Durchblick: Die Auswahl eines Autos aus einem Katalog wird schon bald der Vergangenheit angehören. Dank virtueller Realität können Kunden Ausstattung und Farbe ihres Fahrzeugs konfigurieren und das Ergebnis durch das Tragen von 3D-Brillen begutachten. Zudem werden sie sich auf eine virtuelle Testfahrt begeben können, ohne das Autohaus verlassen zu müssen.

STARTSEITE