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mid Groß-Gerau - Eiskratzen am frühen Morgen ist für viele Autofahrer ein Ärgernis. Deshalb lassen immer mehr Frostbeulen einfach den Motor ihres Fahrzeugs warmlaufen. Und das ist nun wirklich keine Alternative. ADAC

Frostbeulen aufgepasst: Wenn der Motor warmläuft

Die sibirische Kälte ist im Anmarsch. Und mit dem schneidigen Ostwind fühlt sich das für viele doppelt schlimm an. Vor allem Autofahrern läuft es da eiskalt den Rücken runter. Denn wer will bei strammen Minusgraden früh morgens schon Eis von den zugefrorenen Scheiben kratzen? Deshalb lassen immer mehr Frostbeulen den Motor erstmal warmlaufen. Und das ist ganz schön unverfroren.


Die sibirische Kälte ist im Anmarsch. Und mit dem schneidigen Ostwind fühlt sich das für viele doppelt schlimm an. Vor allem Autofahrern läuft es da eiskalt den Rücken runter. Denn wer will bei strammen Minusgraden früh morgen schon Eis von den zugefrorenen Scheiben kratzen? Deshalb lassen immer mehr Frostbeulen den Motor erstmal warmlaufen. Und das ist ganz schön unverfroren.

Dadurch soll das Eis schmelzen und das Freikratzen schneller von der Hand gehen. Doch ist das wirklich sinnvoll? 89 Prozent der deutschen Autofahrer wissen, dass es sich dabei um einen weitverbreiteten Irrglauben handelt. Das ergab eine aktuelle Studie des Kfz-Direktversicherers R+V24. "In der Tat ist es sogar verboten, den Motor zum Freikratzen warmlaufen zu lassen. Autofahrer können dafür mit einem Bußgeld von 10 Euro bestraft werden", sagt Anka Jost, Kfz-Expertin der Versicherung.

Laut Experten bringt es auch nicht viel: Denn im Stand braucht der Motor sogar länger, um aufzuwärmen. Doch das sind nicht die einzigen Gründe, warum Autofahrer auf das Warmlaufen des Wagens verzichten sollten. "Es ist außerdem schädlich für den Wagen", so die Kfz-Expertin. "Wenn der Motor kalt ist, gelangt viel unverbrannter Kraftstoff in die Zylinder und das verschlechtert die Schmierung und der Motor leidet."

Außerdem stößt der Wagen im noch kalten Zustand die doppelte bis dreifache Menge an Abgasen aus und belastet damit die Umwelt unnötig. Wer trotzdem nicht zum Eiskratzer greifen will, der kann zum Beispiel auf eine Abdeckung der Fenster mit Isomatten zurückgreifen.

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