img
mid Groß-Gerau - Auch wenn das Auto mit einem Reifendruck-Kontrollsystem ausgestattet ist, bleibt die manuelle Kontrolle unverzichtbar. ADAC / Jens Küsters

Reifendruck trotz Kontrollsystem prüfen

Auch ein intaktes Reifendruck-Kontrollsystem schützt nicht hundertprozentig davor, mit zu voll oder zu wenig gefüllten Pneus unterwegs zu sein. Das ergab jetzt eine Aktion des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner.


Auch ein intaktes Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) schützt nicht hundertprozentig davor, mit zu voll oder zu wenig gefüllten Pneus unterwegs zu sein. Das ergab jetzt eine Aktion des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner. Dabei wurden Autofahrern bundesweit an 30 Waschstraßen und Tankstellen mit Waschanlage kostenlose Reifenchecks angeboten. Nach der Auswertung der Daten von 1.249 Fahrzeugen und 4.996 Reifen ergab sich folgendes Bild: 26 Prozent aller Autos waren mit meist zu niedrigem Druck unterwegs, 2016 waren es noch 36 Prozent.

Zum ersten Mal wurde dieses Jahr auch das Vorhandensein eines RDKS geprüft. 42 Prozent, also 521 der kontrollierten Fahrzeuge, hatten dieses System an Bord, 174 davon waren trotzdem mit zu niedrigem Reifendruck unterwegs. Das kann laut DVR zum einen daran liegen, dass zum Zeitpunkt des Checks das RDKS bereits gewarnt, der Autofahrer den Druck aber noch nicht angepasst hatte. Oder das RDKS war von vorneherein nicht korrekt initialisiert. Die Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger (KÜS) empfiehlt deshalb, nicht auf die manuelle Reifendruckkontrolle zu verzichten. Stelle man fest, dass das Reifendruckkontrollsystem bei einem zu niedrigen Reifendruck nicht warne, sollte man baldmöglichst zum Fachhandel fahren und das System dort richtig einstellen lassen.

STARTSEITE